Nur unnütze Knechte???

Gottesdienst am Sonntag, 12.02.2017

Thema: Nur unnütze Knechte???

Predigt: Pastor Gero Cochlovius

Text: Lukas 17,7-10

 

Liebe Gemeinde,

heute wird ein neuer Bundespräsident gewählt. Die Macht des Bundespräsidenten ist die Macht des Wortes, die Macht von Reden. Doch mit Worten und Reden kann man sich ganz schön vergreifen. Da kann man auch schon mal in Fettnäpfchen treten.

Legendär ist in dieser Hinsicht der frühere Bundespräsident Heinrich Lübke, der bei einem Staatsbesuch in Liberia 1962 eine Rede mit den Worten begonnen haben soll: “Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger!” Und in Madagaskars Hauptstadt Tananarive eröffnete er eine Rede so: “Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Frau Tananarive!”

Wenn Jesus heute als Bundespräsident zur Wahl stünde und wenn er dabei die Rede hielte, die heute unser Predigttext ist, er hätte keine Chance! Es würde ein Aufschrei der Empörung folgen! Man würde die Rede in allen Medien zerreißen, bei Twitter und Facebook würde ein Shitstorm folgen, und selbst seine Anhänger würden verwundert, irritiert, bestürzt den Kopf schütteln: “Jesus, das kann doch wohl nicht sein! Diese Rede, da hast du dich aber total vergriffen. Was hast du dir dabei nur gedacht?” Und die Gebildeten der Nation würden vielleicht das alte lateinische Sprichwort bemühen:

Si tacuisses, philosophus mansisses!“ Zu Deutsch: „Wenn du doch nur geschwiegen hättest, dann wärst du ein Philosoph geblieben!“ Doch Jesus wollte weder Philosoph noch Bundespräsident sein.

Also hören wir nun diese anstößige Rede Jesu. Ein Gleichnis, das wir im Lukasevangelium finden, Kap. 17,7-10. Auch wenn es uns fremd sein wird – dennoch: Es ist Gottes Wort, und darum lade ich ein, aus Respekt davor aufzustehen.

7 Wer unter euch hat einen Knecht, der pflügt oder das Vieh weidet, und sagt ihm, wenn der vom Feld heimkommt: Komm gleich her und setz dich zu Tisch?
8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendessen, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; und danach sollst du essen und trinken?
9 Dankt er etwa dem Knecht, dass er getan hat, was befohlen war?
10 So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.

Wie bitte? Habe ich das richtig verstanden, Jesus? Da schuftet man von morgens bis abends – und noch nicht mal Dank ist der Lohn, sondern am Ende soll man noch sagen: “Wir sind unnütze Knechte!”??? Das kann doch wohl nicht wahr sein! Das tut doch weh!

Wer soll das denn sagen? Die Schwiegertochter, die den bettlägerigen Schwiegervater pflegt, Tag aus Tag ein, morgens, mittags und abends, und noch die Kinder versorgt und den Ehemann?

So sprecht: Wir sind unnütze Knechte.

Wer soll das denn sagen? Der Lehrer, der über den Stundenplan hinaus mit seinen Schülern etwas unternimmt, sich engagiert für sie einsetzt, sich um sie kümmert, damit die nicht schon in ihrer Jugend alle Chancen in ihrem Leben verspielen?

So sprecht: Wir sind unnütze Knechte.

Wer soll das bitte schön sagen: die engagierte Christin, die nach Feierabend noch ihre Kraft in die Gemeinde investiert und Kindergottesdienst vorbereitet oder jene, die am Sonntagmorgen extra früher aufsteht, um das Kirchkaffee vorzubereiten?

So sprecht: Wir sind unnütze Knechte.

Und noch nicht mal ein Dankeschön haben sie zu erwarten? Kann das sein? Was hast du dir dabei gedacht, bei dieser Rede, Jesus? – So ging es mir beim Lesen dieses Textes. Als ich das Thema für den Gemeindebrief formulierte, da war ich ratlos. Darum die Überschrift: Nur unnütze Knechte??? Dreimal Fragezeichen. Fragen über Fragen… Aus diesen Fragezeichen könnten Überraschungen werden.

Zunächst wollen wir versuchen, diese Rede Jesu erst mal von der damaligen Kultur her zu verstehen. Wie haben sie die Menschen damals gehört?

Eigentlich ist die Rede noch schlimmer, als es in der Lutherübersetzung klingt. Denn was Luther noch halbwegs erträglich mit “Knecht” übersetzt, das meint in der Regel: “Sklave”. Also vergleicht Jesus seine Zuhörer – das waren seine Jünger – und wir heute – sogar mit Sklaven? Das ist schon sehr seltsam…

Man muss sich die Szene anschaulich vor Augen führen. Der Herr, von dem im Gleichnis die Rede ist, hat vermutlich nur einen Sklaven, so dass dieser sowohl die Feldarbeit als auch die Hausarbeit tun muss. Jesus schildert, wie der Sklave von der Feldarbeit nach Hause kommt und formuliert eine rhetorische Frage: „Wer unter euch hat einen Knecht, der pflügt oder das Vieh weidet, und sagt ihm, wenn der vom Feld heim kommt: Komm gleich her und setz dich zu Tisch?“ Die Antwort kann nur lauten: „Keiner.“ Denn nirgendwo ist es

üblich, dass ein Sklave an den fertigen Tisch gesetzt wird, weil der Chef inzwischen gekocht, gedeckt und alles bereitgestellt hat. Gleich fügt Jesus eine zweite rhetorische Frage hinzu: „Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendessen, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; danach sollst du auch essen und trinken?“ Die Antwort der Jünger kann nur lauten: „Natürlich!“ Gleich folgt eine dritte rhetorische Frage: „Dankt er etwa dem Knecht, dass er getan hat, was befohlen war?“ Die Antwort der Jünger kann nur lauten: „Natürlich nicht!“ Der Sklave hat nur seine Schuldigkeit getan. Darum besteht keinerlei Anlass zu einem besonderen Dank. Vielleicht war Jesus auch einfach Schwabe. Bei den Schwaben – so hab ich in meiner Tübinger Zeit gelernt – gilt ja die Devise: “Ned g’schempfd isch gnug g’lobd.” Zu Deutsch: “Nicht geschimpft ist genug gelobt.” Jedenfalls – bis hierhin ist für die damalige Zeit und Jesu Zuhörer – er redet hier zu seinen Jüngern – noch alles ganz in Ordnung. Ja, es klingt sogar ganz angenehm!

Er beginnt ja so – und das ist die erste Überraschung! – : Stellt euch vor, ihr habt einen Sklaven… – Bis auf den ehemaligen Zolleinnehmer Matthäus – waren die Jünger nicht unbedingt Leute der Oberschicht. Also, die hatten wirklich keinen Sklaven! Und nun sagt Jesus: Stellt euch vor, ihr habt einen Sklaven, da ist es doch normal, dass der seine Arbeit macht und euch dann am Tisch bedient, oder?

Die Jünger fühlen sich für einen Augenblick in die Rolle eines Herrn versetzt.

Und damit erwischt Jesus wohl die geheimen Wünsche vieler Menschen, egal ob Christen oder nicht Christen. Wer will schon gerne selber die Drecksarbeit machen? Und ich glaube, gerade in unserem Land können wir das gut nachempfinden: Denn wie kommt es denn, dass gerade für die unangenehmen, harten, schlecht bezahlten Jobs oftmals nur ausländische Leute finden? Die polnische Putzfrau, die ukrainische Pflegekraft…

Also, dieses “Stellt euch vor, ihr habt einen Sklaven…” – das konnten die Jünger noch ganz gut hören. Und da sollten wir uns nicht vorschnell über sie erheben. Stellt euch vor, ihr habt jemanden, der euch die schwere Arbeit abnimmt, so dass ihr endlich Zeit habt für die angenehmen Dinge des Lebens. Das ist doch erst mal ein attraktiver Gedanke, oder? Und dann fährt Jesus fort: So auch ihr!

Jawoll!, denken die Jünger. Gut so! So auch wir! Wir sind wohl solche Herren. Vielleicht redet Jesus schon vom Himmel, da werden wir dann herrschen, da sitzen wir auf dem Chefsessel, da wird man uns dienen, da lassen wir es uns gut gehen, da lassen wir es richtig krachen!

Doch – und das ist die zweite Überraschung – Jesus macht was ganz Unerhörtes: Er dreht den Spieß um. Mitten im Erzählen. Mitten im Gleichnis kommt es zum Rollentausch.

“So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.” Hallo? Moment mal! Jesus, du hast uns doch eben noch als Herren angesprochen – “Stellt euch vor, ihr habt einen Sklaven – , jetzt sollen wir auf einmal die blöde Rolle des Sklaven spielen? Was soll das?

Ich erinnere mich, wie meine Mädels sich mal mächtig gestritten haben, weil sie Pferd und Reiter spielen wollten. Nur: Wer will schon das Pferd sein? Beide wollten lieber Reiter sein und dem andern die Sporen geben und sagen, wo’s langgeht. Man ist nun mal lieber oben. Der, der die Zügel in der Hand hat! Und nicht der, der getreten wird. Weiß nicht mehr, wie das damals ausgegangen ist. Ich glaub, sie haben sich einfach den kleinen Manuel geschnappt, der dann das Pferd sein musste…

Herr und Sklave – wer will schon die Rolle des Sklaven spielen?

Jesus macht klar: Ihr lieben Jünger, ihr lieben Christen, eure Aufgabe ist es nicht zu herrschen, Herr zu sein in dieser Welt, das Kommando zu geben, sondern zu dienen! Das ist eure Berufung! Sind wir bereit zum Dienst?

Nun ist die Frage: Wer ist dann der Herr?

Das ist ganz klar: Gott selber ist der Herr, Christus ist der Herr, dem wir gehören! Wir sind sein Eigentum. Wir denken bei Sklaverei vor allem an grausame Ausbeutung und Unterdrückung – und es ist schrecklich, dass es immer noch so viel Sklaverei auf der Welt gibt! Dass immer noch Menschen ausgebeutet und unterdrückt werden. Manchmal sogar Kinder. In indischen Bergwerken, oder Sexsklaven zum Beispiel in südostasiatischen Ländern. Dagegen müssen wir kämpfen, und es ist gut, dass im Kampf gegen Sklaverei viele Christen eine bedeutende Rolle gespielt haben. Aber hier in dem Gleichnis geht es Jesus nicht um Ausbeutung. Sondern um einen anderen Aspekt. Das Hauptkennzeichen eines Sklaven war ja: Er war Eigentum des Herrn. Er gehörte dem Herrn! Der Herr hatte ihn erworben, gekauft, teuer bezahlt. Und darum ist klar: Für einen Christen kann es nur einen Herrn geben: Christus! Wir gehören nur einem! Kein Mensch darf einen andern Menschen gehören, kein Mensch darf einen andern ausbeuten! – Denn wir sind vor Gott alle gleich. Ja, wir sind Sklaven – aber nicht von Menschen, sondern Gottes Sklaven, Christi Sklaven. Denn wir gehören Gott, wir gehören Jesus! Er hat uns erworben, er hat den teuersten Preis für uns bezahlt, sein Leben! Deswegen stehen wir in seinem Dienst.

Doch nun bleibt immer noch die Frage offen: Was für ein Herr ist denn Jesus? Ist es so, dass wir bei Jesus keinen Dank, keinen Lohn erwarten dürfen, wenn wir ihm nachfolgen, wenn wir uns für ihn einsetzen, abmühen, ihm dienen?

Die Jünger – und ich denke, auch wir selbst – haben doch oft dieses Denken gehabt: Was habe ich davon? Was bringt mir der Glaube? Lohnt sich der Aufwand? Was bringt mir der Einsatz in der Gemeinde? Was bringt mir das Christsein? Was nützt es mir, dass ich andern Menschen helfe.

Und mit diesem radikalen Gleichnis macht Jesus klar: Leute, das ist ein völlig falsches Denken! Ihr glaubt doch nicht, damit ihr was kriegt! Das ist doch nicht der Grund für unseren Glauben, eine Belohnung zu bekommen! Wir sind doch beim Glauben nicht in einem Geschäftsverhältnis. Ich tu was für Gott und den Nächsten – und dafür will ich auch eine angemessene Bezahlung haben. Wie im Arbeitsleben.

Da ist ein Mann beim Vorstellungsgespräch.
Mann: “Wie viel verdiene ich da denn so?”
Chef: “Oh, so ungefähr 500 EUR im Monat!”
Mann: “Das ist aber wenig.”
Chef: “Das wird aber später viel mehr!”
Mann: “Och, dann komm ich später noch mal wieder!”

Im Glauben geht es nicht um Bezahlung!!! Das will Jesus deutlich machen. Doch wir ticken so: Ich bete, ich gehe in die Kirche, ich lese die Bibel, ich kümmere mich um andere Menschen, ich helfe in der Gemeinde, ich setze mich für Flüchtlinge ein, ich gehe Blut spenden, ich versuche ein guter Mensch zu sein… Dafür – wenn man das alles schön auf die Rechnung schreibt – dafür kann ich doch erwarten, dass Gott mir guten Lohn zahlt: Beistand in meinem Alltagsproblemen, Hilfe bei der Erziehung meiner Kinder, Erfolg im Beruf, schnelle Genesung im Krankheitsfall, und bei der Endabrechnung komm ich in den Himmel. Eine lohnende Rechnung!

Nein, das Gleichnis macht deutlich: So geht Glauben nicht. Die Rechnung geht nicht auf! Die Rechnung ist ohne den Chef gemacht. Denn all unser Einsatz für Gott ist nichts, wofür wir irgendwas verlangen könnten! Er ist vielmehr selbstverständlich. Es ist das, was Gott von uns erwarten kann, weil wir ihm ja eh gehören. Weil wir doch unser Leben, unsere Kraft, unsere Zeit, unser Geld doch letztlich ihm verdanken! Das haben wir doch alles von ihm. Wenn wir es für ihn einsetzen, dann muss nicht er uns danken, sondern wir ihm! Dass wir überhaupt das alles haben, all diese Gaben und Fähigkeiten, die wir einsetzen können. Also, wenn wir unser Leben einsetzen für Gott, dann ist das nichts, für das uns Gott irgendeinen Dank oder Lohn schuldig wär. Sondern, wenn wir unser Leben für Gott einsetzen, dann wäre es eigentlich das Normalste auf der Welt. Unnormal ist es eigentlich, wenn wir all das, was uns Gott gibt, nur für uns einsetzen. Für unsere Karriere, unseren Erfolg, unseren Genuss, unseren Spaß. Das ist doch irgendwie nicht normal, wenn der Sklave in Saus und Braus lebt und der Herr für ihn schuftet? Das wäre doch verkehrte Welt! Wenn wir Gott gehören, dann gehört doch Gott auch das, was er uns alles gibt. Und wir können es für ihn einsetzen. Das wollte Jesus mit diesem Gleichnis einfach mal deutlich machen. Und darum dieser doch recht hart und seltsam wirkende Satz: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.

Allerdings: das Wort, das Luther mit “unnütz” übersetzt, lässt sich durchaus auch etwas anders übersetzen, etwa in dem Sinn von “ersetzbar”. Wir sind “ersetzbare” Knechte. Ich glaub, unser Problem ist, oft halten wir uns für unersetzbar. Wir denken: An dem Posten, wo wir gerade sind, sind wir unersetzbar! Das, was wir da tun, das kann kein andrer, das muss ich schon alles selber machen. Dann klagen wir und jammern über die viele Arbeit, aber halten uns gleichzeitig für unersetzbar. Nein, sagt Jesus, Gott ist so groß, ihm dienen Heerscharen von Engeln, du bist nicht unersetzbar. Aber es ist trotzdem gut, wenn du dich für ihn einsetzt, wenn du ihm dienst. Das wollte Jesus – so meine ich – den Jüngern an dieser Stelle deutlich machen. Im Glauben geht es nicht um ein Geschäftsmodell: Ich tue was, damit du, Gott, was für mich tust. Ich diene, setze mich ein, und dann stelle ich die Rechnung aus. Und dann hast du zu bezahlen, lieber Gott. Von diesem Denken sollten sich die Jünger und wir uns verabschieden. Es wäre schon viel, wenn wir das begreifen würden.

Aber es ist trotzdem noch zu wenig. Denn Jesus hält noch eine dritte Überraschung bereit. Diese Überraschung hebt er sich auf für eine andere Gelegenheit. Und diese Überraschung hat es wirklich in sich. Nachdem er ja zunächst die Jünger kurz in dem Glauben gelassen hat: Stellt euch vor, ihr seid Herren und habt Sklaven, alle Welt muss euch dienen… – und sie dann überrascht hat mit dem Rollentausch: Nein, nein, so ist es ja gar nicht, so wünscht ihr es euch vielleicht, aber es ist anders: ihr habt zu dienen, Gott und den Menschen zu dienen! Kommt nun also die dritte Überraschung: Stellt euch mal vor: Der Herr dient den Sklaven! Und das macht Jesus auf wundersame Weise deutlich. Kurz vor seinem Tod, da bindet er sich die Schürze um, dann kniet er nieder vor seinen Jüngern und wäscht ihnen die Füße (Johannes 13,1-17). Sklavendienst ist das! Und das macht Jesus für seine Jünger! Das macht der, der Herr ist, für die, die ihm gehören! Unfassbar! Auf einmal macht Jesus klar: Im Tiefsten bin ich der Sklave. Ich gebe alles für euch! Ich gebe mein Leben für euch. Ich diene euch mit allem, was ich bin und habe. “Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.” (Markus 10,45).

Warum? Weil ihr im Letzten doch nicht meine Sklaven seid, sondern meine Freunde! Und dann sagt Jesus Worte, die nochmal so ganz anders klingen als unser heutiger Predigttext, nämlich in Johannes 15,16: “Ich sage hinfort nicht, dass ihr Knechte seid; denn ein Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich gesagt, dass ihr Freunde seid!”

Ein ganz neuer Rollentausch: Der Herr macht sich zum Sklaven und uns zu seinen Freunden.

Da lohnt es sich doch, diesem Herrn zu gehören! Wie Jochen Klepper dichtet (EG 452,4): “Was ich von ihm empfahe (=empfange), gibt sonst kein Herr dem Knecht!” Einen besseren Herrn kann es doch gar nicht geben, der seine Sklaven zu Freunden macht und ihnen dient!

Diesem Herrn wollen wir doch auch gerne dienen, oder? Unnütze Knechte??? So war unsere Frage heute. Die Antwort lautet: Nun nicht mehr, sondern: “Ihr seid meine Freunde!” so sagt es Jesus, unser Herr.

Amen.

 

 
Zur Druckversion