Grund genug!

Gottesdienst zum Reformationsfest am Sonntag, 30.10.2016

Thema: Grund genug!

Predigt: Pastor Gero Cochlovius

Text: 1. Korinther 3,11

 

Liebe Gemeinde,

das war nicht unbedingt ein stilvoller Abgang: Drei Autos sind in Dresden von einem Parkplatz in eine benachbarte und tiefer gelegene Baustelle gerutscht. Eines davon war ein VW Phaeton. Offenbar hatte der Parkplatz keinen guten Grund. Abgerutscht. Peinliche Sache!

In den Sommerferien waren wir mit der Familie in Italien unterwegs. Da kamen wir an Pisa vorbei. Schon von weitem war er zu erkennen, der berühmte “Schiefe Turm von Pisa”. Und was war hierfür der Grund? Kein guter Grund! Der Grund für seine Schieflage liegt nämlich in dem Untergrund aus lehmigem Morast und Sand, der sich unter dem Gewicht verformt. Ohne Stützmaßnahmen und nachträgliche Eingriffe am Fundament wäre das Ding schon längst zusammengekracht.

Keine Frage: Egal, was man baut – auf das Fundament kommt es an!

Wenn wir nun für 1 Jahr das große Jubiläum “500 Jahre Reformation” feiern, dann ist dies ein guter Einstieg, um zu verstehen, was Luther bewegte: Er war auf der Suche nach einem guten, tragbaren, festen Fundament. Nach dem Fundament für sein eigenes Leben und Sterben, nach dem Fundament für seinen Glauben, auch nach dem Fundament für Kirche und Gesellschaft. Nach einem festen Grund, worauf man bauen und vertrauen kann.

Der Apostel Paulus hat dafür schon eine zentrale Aussage getroffen. Wir haben sie vorhin in der Lesung schon gehört. Ich möchte sie uns noch einmal in Erinnerung rufen:

11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

– Allein Jesus Christus

Auf Latein: Solus Christus – allein Christus!

Vielleicht haben Sie das schon einmal gehört, dass sich die Kernbotschaft der ganzen Reformation auf viermal das Wörtchen: “Allein”, lateinisch solus oder sola konzentrieren lässt. Und jedes dieser “Allein”-Worte ist ein echter Hammer. Wenn wir daran denken, dass morgen vor 499 Jahren, am 31. Oktober 1517 Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg mit dem Hammer angeschlagen hat, dann hat er dafür vermutlich 4 Nägel benutzt, für die 4 Ecken seines Thesenzettels. 4 Hammerschläge, die tatsächlich so was wie der Auftakt der Reformation als einer weltverändernden Bewegung waren. Und diese 4 “Sola”, die sind auch so was wie echte Hammer!

Jürgen Wiegel hatte eine geniale Idee: Wir haben uns hier in die Martins-Kirche mal die Tür der Wittenberger Schlosskirche geholt. Und die soll uns jetzt 1 Jahr lang begleiten. Und immer mal wieder sollen da wichtige Gedanken des Gottesdienstes wie eine These von Konfirmanden angeschlagen werden. Heute – weil es der Auftakt ist – gleich 4. Die 4 “Allein”. Allerdings wollen wir den ersten besonders intensiv bedenken!

 

Der 1. Hammer:

1) Solus Christus – Grund genug für einen festen Halt

Der berühmte Tübinger Theologe Adolf Schlatter wurde einmal gefragt: Herr Professor, was unterscheidet eigentlich den christlichen Glauben von anderen Religionen? Gebannt blickten die Studenten im Hörsaal auf den großen Gelehrten. Was würde er nun alles aufzählen? Die christliche Nächstenliebe? Die Bergpredigt? Die Ethik? Die Zukunftshoffnung? Die Freiheit? Stattdessen die schlichte Antwort: „Was den christlichen Glauben von allen Religionen unterscheidet? Christus!“ Das ist der Punkt. Denn Christus ist eben nicht einer wie viele andere. Und er ist auch nicht nur ein Besonderer unter vielen anderen. Er ist nicht nur anders. Er ist ein ganz Anderer! Christus ist Gottes Sohn! Gute Menschen und Religionsstifter hat es viele gegeben. Menschen, die Gott werden wollten. Aber nur ein Gott, der Mensch werden wollte. Viele Menschen wollten aufsteigen, aber nur ein Gott wollte absteigen. Vom Himmel auf die Erde! Das ist der Hammer! Dass Gott selber eine Beziehung zu uns Menschen sucht und deshalb seinen Sohn Jesus Christus Mensch werden lässt. Das ist das Geheimnis. Aber das ist auch der Kern unseres Glaubens. Selbst die EKD (Evangelische Kirche in Deutschland), die ja doch meist behutsam und vorsichtig formuliert und nicht immer für klare und eindeutige Aussagen bekannt ist, hat in ihrer Reformationsschrift “Rechtfertigung und Freiheit” klar auf den Punkt gebracht: “Die Reformatoren erinnern mit der Formel solus Christus an diese besondere Bedeutung und Exklusivität Jesu Christi. Weil in Jesus Christus Gott umfassend und alle Menschen meinend gehandelt hat, wird man sagen: »Christus allein«.” Und dann erinnert die Schrift an den Heidelberger Katechismus: »Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben? Dass ich mit Leib und Seele im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus gehöre.« Und dann heißt es in diesem Kirchentext weiter:

“Wo ist Gott eindeutig zu finden? – in Christus allein.

Menschen fragen nach Gott. Sie fragen nach dem Grund ihres Daseins und nach dem Ziel. Sie suchen nach Gehaltensein und Orientierung. Die Reformatoren waren davon überzeugt, dass der Mensch nicht von sich aus Gott erkennen kann. »Was aber Gott ist, das wissen wir aus uns ebenso wenig, wie ein Käfer weiß, was der Mensch ist.« [so sagt es der Reformator Zwingli]. Wie aber weiß der Mensch dann von Gott? Die Reformatoren gingen davon aus, dass man schon aus der Betrachtung dieser Welt um die Existenz eines Gottes weiß. […] Manches geschieht, was es einem leicht macht, an einen liebevollen, guten Gott zu glauben. Wenn man sich am Morgen auf den Tag freut, dann fällt dieser Glaube leicht. Aber anderes – wie Naturkatastrophen und Grausamkeiten, die Menschen sich gegenseitig antun – geschieht in dieser Welt, was den Glauben an einen liebevollen, guten Gott unerträglich schwer, gar unmöglich macht. Manche Menschen meinen, Gott strafe sie oder habe sich abgewendet. Gott scheint zu schweigen, vielleicht gar nicht zu existieren.” Denken wir an Kriege, Krankheiten, Katastrophen. An all das Leid in der Welt! “Wo kann der Mensch dann erkennen, wie Gott zu ihm steht?

Die Antwort der Reformatoren lautet: in Jesus Christus. In ihm kann man Gott ins Herz sehen, er ist der »Spiegel des väterlichen Herzens« sagt Martin Luther. In Jesu Umgang mit seinen Zeitgenossen und in seiner Selbsthingabe am Kreuz wendet sich Gott den Menschen zu. In ihm erkennt man, dass Gott den Menschen liebt und nie alleinlässt.” Darum – so der EKD-Text: “An wen soll der Mensch glauben? – an Christus allein!”

Allerdings stellt sich schon die Frage, und die EKD-Schrift formuliert das auch so: Aber ist diese Exklusivität Jesu Christi nicht anmaßend? Wie kann man so auftreten und andere religiöse Gründe für ein heilvolles Leben bestreiten? Heute, in der Situation des religiösen Pluralismus, scheint eine derartige Position arrogant und ausgrenzend zu sein. Sollte man dann Jesus doch nicht so wichtig nehmen? Doch der Text hält fest: Auch im interreligiösen Dialog, im Gespräch mit Andersgläubigen oder Nichtgläubigen dürfen wir das, was wir für wahr halten, nicht verschweigen! Nur so kann das Gespräch echt und authentisch sein. Natürlich müssen wir auch zuhören, was der andere denkt und glaubt. Und wir müssen einander in Respekt und in Liebe begegnen. Aber die Wahrheit dabei nicht verschweigen! Die Welt braucht Christus!

Vor ein paar Jahren hat sich in Litauen etwas Interessantes zugetragen:

Unter der Überschrift “Kleinstadt ernennt Jesus Christus zum ‘König'” konnte man lesen: Zur moralischen Erbauung ihrer Bewohner hat eine litauische Kleinstadt Jesus Christus zu ihrem “König” ernannt. “Indem wir Jesus Christus als König unseres Ortes inthronisieren, erklären wir ihn feierlich zu unserem Herrscher und Beschützer”, sagte der Bürgermeister von Salcininkai im Südosten des Landes. Jesus habe eine Bedeutung nicht nur für das Privatleben ´, sondern auch für Politik und Kultur, hieß es in einer vom Stadtrat einstimmig verabschiedeten Entscheidung.

Bemerkenswert!  Natürlich dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren, dass Christus gesagt hat: “Mein Reich ist nicht von dieser Welt.” Aber wenn man in Politik und Gesellschaft sich wenigstens ein bisschen mehr an Christus orientieren würde – dann würde das sicher nichts schaden!

Für Martin Luther war klar: Jesus Christus ist das Fundament! Der einzige Halt, den wir haben. In unserem persönlichen Leben. Aber auch für ein ganzes Volk. Jesus allein – solus Christus.

Doch der 2. Hammer, der kommt dazu.

 

2) Sola gratia – Grund genug für Gottes “Okay”

Sola gratia – Allein durch Gnade. Das ist das zweite, wichtige “Allein”. Man kann es so sagen: Sola gratia – Grund genug für Gottes “Okay”. Nun, das klingt vielleicht ein bisschen flapsig. Aber was ist damit gemeint? Es ist etwas umstritten, woher genau der Ausdruck “okay” eigentlich kommt. Eine Theorie besagt, dass in Amerika in der ersten Zeit des Automobilbaus ein deutscher Auswanderer namens Otto Krause in den Ford-Werkstätten für die Qualitätssicherung der Motoren zuständig war, bevor sie dann in die Fahrzeuge eingebaut wurden. Er kontrollierte die Motoren und nur, wenn etwas absolut in Ordnung war, dann hat er sein Prüfsiegel aufgeprägt. Und zwar die Abkürzung seines Namens. Otto Krause. Also O.K., englisch: okay. Und ich finde, das ist ein gutes Bild für Gnade. Denn wenn Gott selber seine Prägung in unser Leben hineingibt, wenn er uns prägt mit seinem Geist, dann, aber auch nur dann gilt sein “okay” für uns. Dann sind wir von Gott selbst für “in Ordnung”, für “okay” befunden. Das ist Gnade. Das liegt dann nicht an uns selbst, sondern an dem, der uns gefertigt, der uns gemacht hat. Es kommt nicht mehr auf unsere eigene Leistung an. Sola gratia. Allein durch Gnade. Gratia – da kommt unser schönes Wort “gratis” her, “umsonst”. Wir können das nicht kaufen, dass Gott uns annimmt. Es ist gratis, ein Geschenk. Wir können nichts dafür bezahlen, auch durch noch so fromme Übungen, durch Gebete und Bibellesen und Gottesdienstbesuche und gute Taten und Spenden… nicht. Das ist alles gut und schön, aber damit können wir uns Gott nicht kaufen.

Eine andere Erklärung für die Herkunft von “okay” besteht darin, dass dies eine Verballhornung von den englischen Ausdruck “all correct” ist. Auch diese Deutung passt wunderbar zur Gnade Gottes. “All correct”, das heißt es ist korrekt, es ist gut mit dir – nicht, wie du lebst und sündigst, sondern es ist gut mit dir, weil Jesus für deine Fehler bezahlt hat. Darum bist du – als Person – durch Gottes Gnade “korrekt”. Das ist der 2. Hammer: Sola gratia. Martin Luther hat das “Rechtfertigung” genannt. Du musst dich nicht mehr selber rechtfertigen. Du bist gerechtfertigt durch Gottes Gnade. Es kommt nicht mehr auf deine Leistungen drauf an.

Und, liebe Gemeinde, das hat Auswirkungen auf unsern Alltag. Denn wie stark sind wir in unsere Gesellschaft vom Leistungsdenken geprägt. Natürlich ist Leistung wichtig, im Beruf, in der Schule. Und ich will die Leistung nicht gering schätzen. Aber höre auf, deinen Wert von deiner Leistung abhängig zu machen! Auch wenn was schief geht, auch wenn du die geforderte Leistung nicht erbringst – du hast einen Wert – unabhängig von deiner Leistung! Weil Gott dich liebt. Sola gratia.

Und nun der 3. Hammer:

 

3) Sola fide – Grund genug für himmlische Aussichten

Man kann es vielleicht so sagen: Sola gratia – das ist die Perspektive Gottes. Durch Gottes Gnade werden gerecht. Alles ist Gnade! Allein deine Gnade genügt, haben wir vorhin gesungen. Aber bedeutet das nun, dass der Mensch dabei völlig unwichtig wird? Dass eigentlich alles egal ist, was wir tun? Weil eh’ alles an Gottes Gnade liegt? Nein! Da kommt nun der Glaube ins Spiel. Das ist dann die persönliche Antwort auf Gottes Gnade. Eine Beziehung zu Jesus, ihm vertrauen. Das ist Glaube. Und ohne den geht’s auch nicht!

Wir brauchen da jetzt gar nicht spekulieren und philosophieren: “ja, wie ist das denn? Wenn eh alles Gottes Gnade ist, dann ist doch auch mein Glaube gar nicht meine freie Entscheidung, sondern von Gott gewirkt, oder?” Natürlich, Gott schenkt uns den Glauben, aber dennoch sind wir deswegen nicht aus der Verantwortung genommen. Sondern in diesem Leben werden wir gefragt: willst du glauben? Und wir haben die Chance, Ja oder Nein zu sagen. Glaube ist auch eine Frage der Entscheidung. So wie bei der Liebe. Wenn einer fragt: Liebst du mich – dann geht das auf Dauer nicht anders als mit einer Entscheidung. Da kann man nicht rumeiern und sagen: Hmm, vielleicht, ein wenig, mehr oder weniger. Nein, da geht es um Ja oder Nein. Da braucht es eine Entscheidung. So ist es auch beim Glauben. Jesus sagt zu dir: Ich liebe dich! Und wie ist es bei dir? Willst du mir vertrauen? Denn allein der Glaube bringt dich in den Himmel! Er sorgt für himmlische Aussichten.

Nun der 4. Hammer:

 

4) Sola scriptura – Grund genug für Orientierung im Leben

Für Martin Luther und all die andern Reformatoren war die Bibel, die Heilige Schrift, die Grundlage ihres gesamten Glaubens und Denkens. Denn wie kann man denn all das andere erfahren, dieses “solus Christus, sola gratia, sola fide” – wenn nicht durch die Bibel, durch die Heilige Schrift. Sie bezeichneten die Heilige Schrift als “alleinige Richtschnur und Lehrmeisterin” – und was machen wir heute? Wir machen uns selbst zum Lehrmeister. Und meinen, entscheiden zu können: Was in der Bibel lassen wir gelten, was nicht? Was gefällt uns, was nicht? Und dann schmeißen wir die Hälfte raus, weil es uns nicht in den Kram passt, weil es zu unbequem ist für den Zeitgeist. Wir picken uns ein paar Perlen raus, die uns gefallen “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst” – oh, wie schön! Die Bergpredigt – oh, prima. Und anderes schmeißen wir weg. Wir machen die Bibel zu einem Selbstbedienungsladen. Martin Luther war da anders. Obwohl er auch an vielen Stellen Mühe hatte mit der Bibel, obwohl er etwa den Jakobusbrief als “stroherne Epistel” bezeichnet hat, hatte er doch die Ehrfurcht, die ganze Bibel als Wort Gottes zu sehen.

Aber Moment: Wir müssen doch zugestehen, es stimmt doch, dass es Stellen in der Bibel gibt, mit denen wir in unserer heutigen Zeit echte Probleme haben, die einfach nicht mehr passen. Wie kann man damit umgehen? Im Alten Testament zum Beispiel gibt es Stellen, wo Gott selber sein Volk auffordert, Menschen zu töten (vgl. 5. Mose 20,16-18). Wie gehen wir damit um? Das kann doch heute nicht mehr so gelten? Wie ist Martin Luther damit umgegangen? Nun, in seiner Zeit gab es tatsächlich Leute, die wollten diese Bibelstellen eins zu eins übernehmen. Sie haben sich auf Gottes Wort berufen und wollten dann losziehen, um andere zu töten. Etwa im Bauernkrieg. Und da hat Martin Luther gesagt: Halt! Stopp! Nein! Völliges Missverständnis! “Liebes Volk, das ist das Wort Gottes. Es ist wahr. Wir können’s ja nicht leugnen. Wir sind aber nicht das Volk, zu dem er so redet.” (Martin Luther, Eine Unterweisung, wie sich die Christen in Mose sollen schicken, 1525). Martin Luther hat gemeint: Ihr müsst also auch die historischen Zusammenhänge und Hintergründe beachten! Ihr müsst genau lesen, ihr müsst sehen: Zu wem ist was gesagt! Ihr müsst die Bibel als Ganzes lesen und müsst fragen, “was Christum treibet.” Das ist eine gute Hilfe zum Verständnis der Bibel. Ja, es stimmt: Die Bibel ist Gottes Wort, und wir sind nicht befugt, zu urteilen, was wir gelten lassen und was nicht. Aber wir sind herausgefordert zu fragen: Was ist für uns geschrieben? Was gilt uns? Was möchte Gott für unser Leben? Und dabei kann es wirklich sein, dass man bei der einen oder anderen Bibelstelle auch mal streitet und diskutiert, dass manches unklar und umstritten bleibt. Aber ich habe etwas sehr Interessantes gelesen:

“Afugrnud enier Stidue an der elingshcen Cmabrdige Unvirestiät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen, das eniizg Wcihitge dbaei ist der estre und lzete Bcuhtsbae. Das ghet dseahlb, weil das mnecshilche Geihrn nicht jdeen Bchustbaen liset sodnern das Wort als Gnaezs.”

Können Sie das lesen? Die meisten können das! Ich finde das sehr beeindruckend: Eigentlich reicht der erste und der letzte Buchstabe eines Wortes aus, um den Sinn zu verstehen. Ich möchte das mal auf die Bibel übertragen: Wir müssen nicht jede Einzelheit verstehen und begreifen. Der erste und der letzte Buchstabe sind entscheidend – und das ist in der Sprache der Bibel das A und das O, Alpha und Omega – das ist Jesus Christus! Er sagt selbst: Ich bin das A und O. Er ist das Thema der Bibel! Und wenn dazwischen manches unklar bleibt, dann konzentrier dich auf das, was klar ist. Und du wirst merken, es macht doch einen Sinn! Es kommt nicht auf jeden einzelnen Buchstaben an. Sondern auf das Wort als Ganzes, auf das Wort Gottes, um Orientierung für unser Leben zu finden: Sola scriptura.

Vier Hammer, die Grund genug sind zum Glauben und Leben.

Solus Christus, Sola Gratia, Sole Fide, Sola Scriptura. Grund genug. Mehr braucht’s nicht.

Amen.

 

 

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