Bewegte Zeiten

Gottesdienst zum Silbernen Konfirmationsjubiläum am Sonntag, 23.10.2016

Thema: Bewegte Zeiten

Predigt: Pastor Gero Cochlovius

Text: Johannes 3,1-8,16

 

Liebe Gemeinde, liebe Jubilarinnen und Jubilare,

1991 – Das Jahr Ihrer/eurer Konfirmation. Damals vor nun 25 Jahren. Das waren bewegte Zeiten damals! Geradezu stürmische Zeiten! Was war da alles los in der Welt! Ob ihr das damals als Jugendliche im zarten Alter von 14 Jahren so alles mitbekommen habt? Es war das Jahr, in dem die Sowjetunion zusammengebrochen ist und der Warschauer Pakt aufgelöst wurde. Es war das Jahr, in dem der 2. Golfkrieg stattfand, Kuwait befreit wurde, Luftangriffe auf den Irak – mit weitreichenden Folgen für Deutschland: Der Karneval fiel aus in dem Jahr. Ein bewegtes Jahr: Auch Deutschland sollte sich bewegen, zumindest der Bundestag: Man beschloss den Umzug von Bonn nach Berlin. Und die Bahn bewegt sich: Der erste ICE nahm seinen Betrieb auf. Neben einigen großen Naturkatastrophen auf der Erde gab es auch noch eine kleine Katastrophe für unsere Freunde in den neuen Bundesländern: In Zwickau lief der letzte Trabbi vom Band. Bewegte Zeiten auch in der Fußballbundesliga: Deutscher Meister wurde? 1. FC Kaiserslautern! Dagegen hat sich lange Zeit überhaupt nicht bewegt ein netter Herr, der dann 1991 unsanft aus seiner 5000jährigen Ruhe geholt wurde – in den Ötztaler Alpen: der liebe Ötzi wurde gefunden.

Viele bewegende Ereignisse auf der Welt. Und in Hohnhorst: Eure Konfirmation! Eine Welt in Bewegung, in Veränderung. Ein Lied hat das damals wie kein anderes auf den Punkt gebracht.

[Einspielung: Wind of Change]

Dieser Song von den Scorpions wurde weltweit zur Hymne der Veränderung, des Wandels. In Deutschland war er die Nr. 1 der Charts von 1991. Er war in 78 Ländern in den Charts, und das in diesem Jahr weltweit meistgespielte Lied im Radio.

Es entstammt dem Studioalbum “Crazy World”. Verrückte Welt!

Und so möchte ich meinen ersten Punkt heute benennen:

 

1.) Crazy World: Was die Welt bewegt

Der Titel von dem Album ist eigentlich ein Zitat von dem damaligen US-Präsidenten George Bush (Senior). Er sagte: “You have to realize, we live in a crazy world.” Du musst realisieren, wir leben in einer verrückten Welt!

Und wenn ich in das Jahr 2016 schaue – dann frage ich mich: Hat sich daran eigentlich so viel geändert in den vergangenen 25  Jahren? Sicher, die Welt hat sich verändert. Sehr. Wer hätte damals von Smartphones geträumt?! Wie viel hat sich verändert im technischen Bereich, im politischen Bereich! Aber eine Grundkonstante bleibt doch unverändert: We live in a crazy world. Wir leben in einer verrückten Welt! Eine Welt, deren Zukunft ungewiss ist. Wie werden sich die Krisenherde auf dieser Welt weiter entwickeln? Wie wird es mit Russland weitergehen? Wie mit dem Islam? Wie mit den Flüchtlingen? Wie mit dem Terror? Viele Menschen haben Angst. Die Welt ist in Bewegung. Die große Welt  – eine crazy world! Und wie ist das eigentlich, wenn wir in unsere eigene kleine Welt schauen? In unserer Alltagswelt? Ist es da nicht auch einmal eine verrückte Welt? Und da sehnt man sich nach einem festen Halt! Crazy World, verrückte Welt – das war auch in biblischen Zeiten, vor 2000 Jahren schon das Empfinden der Leute. In Israel war man erschüttert durch die Besatzungsmacht der Römer. Zwar hatte die Pax Romana, eine Friedenszeit seit Augustus ein wenig Ruhe gebracht. Aber unter dieser trügerischen Ruhe brodelte es. Es gab immer wieder Aufstände und Revolten. Das Volk litt unter der Steuerlast. Und man sehnte sich nach Veränderung, nach dem Wind of Change. Man sehnte sich nach dem Messias, nach dem Retter, der neue Perspektiven schenkt, der Freiheit bringt. So ging es auch Nikodemus, von dem wir vorhin in der Lesung, in unserm Predigttext gehört haben. Er war getriebn von der Sehnsucht nach einem festen Halt, nach dem, der der Retter ist. Einer von der jüdischen Elite. Ein Intellektueller und zugleich ein frommer Mensch, ein Pharisäer. So wusste er: eine wirklich tiefgreifende Veränderung kann nur von Gott kommen. Und dann lernt er diesen Jesus kennen. Der so ganz anders ist als alle politischen und religiösen Führer, die er kannte. Und so will er ihn näher kennen lernen. Heimlich, in der Nacht, sucht er Jesus auf, im Schutz der Dunkelheit. 1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden. 2 Der kam zu Jesus bei Nacht…

Will diesen Jesus kennen lernen. Das find ich klasse! Da ist jemand wirklich auf der Suche und fragt nach. Er spürt: Es muss doch noch mehr geben, als das, was diese Welt bewegt. Seine Frage geht nach dem Reich Gottes. Es muss doch ein Reich geben, das nicht von dieser Welt ist. Wo ist das Reich Gottes? Wie passt das zu dieser Welt? Was hat das mit mir zu tun? Und Jesus lässt sich darauf ein, auf diese merkwürdige Verabredung, dieses Date mitten in der Nacht ist nicht außerhalb der Sprechzeit Jesu. Jesu Kundendienst ist nicht nur zwischen 9 und 12 Uhr geöffnet. Du kannst jederzeit mit ihm Kontakt aufnehmen. Auch mitten in der Nacht, wenn manchmal die wirklich drängenden Fragen des Lebens kommen. Wenn es etwas gibt, was dich nicht schlafen lässt, wenn du hin- und hergerissen bist in deinem Inneren. Und vielleicht ist es gar nicht Nacht von der Uhrzeit her, sondern Nacht in uns drin. Ängste vor der Zukunft. Sorgen, Fragen, Zweifel, Grübeln. Wie geht es weiter? Doch mitten in der Nacht – da hat Jesus Sprechzeit. Er hat Zeit für uns. Er hört zu. Er hatte Zeit für Nikodemus.

Und dann antwortet Jesus sehr seltsam: “Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.”

Jesus spricht von einer zweiten Realität, einer zweiten Wirklichkeit, einer Welt, die unseren natürlichen Augen verborgen ist, die wir normalerweise nicht sehen können: das Reich Gottes. Eigentlich steht da: die “Königsherrschaft Gottes”. Das bedeutet: Hinter den Kulissen, hinter allem, was uns Angst macht, hinter den Turbulenzen unserer Zeit und unseres Leben, gibt es eine verborgene Wirklichkeit: Gott regiert, Gott ist da, er hat die Herrschaft, er hat das Heft in der Hand! Nicht die Terroristen haben am Ende das letzte Wort, keine verrückten Herrscher, sondern Gott allein regiert. Nur: Diese Wirklichkeit ist zunächst unseren Augen verborgen. Wenn wir nur in die Nachrichten schauen und in die Welt um uns herum, dann scheint da so viel dagegen zu sprechen. Doch wer im Glauben den Blick auf Gottes Herrschaft geschenkt bekommt, der weiß: Gott hat ein ganz anderes Reich für uns bereit, eine andere Welt, die nicht mehr verrückt ist! Und dieses Reich Gottes beginnt nicht erst am Sankt Nimmerleinstag in ferner Zukunft. Dieses Reich Gottes ist nicht erst im Himmel – ja, da auch; und da wird es dann für alle sichtbar – aber es beginnt schon in dieser Welt, im Verborgenen. Dass du erkennst: Was auch immer in dieser Welt verrückt läuft – mein Leben ist in Gottes Hand. Und er geht mit! Ich bin in seiner Hand geborgen. In Zeit und Ewigkeit. Auch wenn um mich herum die große Welt oder auch die kleine Welt meines Alltags verrückt spielen. Ich bin nicht allein. Gott ist bei mir. Und so bekommen wir eine neue Perspektive auf diese crazy world. Sie braucht uns keine Angst mehr zu machen. Ich habe einen Halt in allen Stürmen der Zeit.

Und nun das Zweite. Nachdem wir den Titel des Albums betrachtet haben: Crazy World, nun also der Titel des Liedes: Wind of Change

 

2) Wind of Change: Was mich bewegt.

Der Wind der Veränderung. In dem Lied wird viel über die Veränderungen gesprochen. Aber die Veränderung, die der Sänger beschreibt, bewegt nicht nur die große Welt. Nein, es ist eine Veränderung, die ihn selbst erfasst, die auch ihn selbst bewegt, ihn selbst persönlich erfasst.

Ich folge der Moskva
Runter zum Gorky Park
Dem Wind der Veränderung lauschend

Eine Sommernacht im August
Soldaten marschieren vorbei
Dem Wind der Veränderung lauschend

Die Welt wird kleiner
Und hast du je gedacht
Dass wir so nahe sein könnten, wie Brüder?

Die Zukunft liegt in der Luft
Ich kann sie fühlen, überall
Sie weht mit dem Wind der Veränderung

Ich finde das großartig, wie so eine politische Veränderung plötzlich auch ihn selbst erfasst, in ein Leben hineinwirkt. Wie ein Mensch das richtig fühlen kann, es riechen kann, es hören kann. “Ich kann sie fühlen, überall…”

Und ich denke, genau so kann das im Glauben auch sein. Da ist nicht nur die Ahnung oder das Wissen im Großen und Allgemeinen: Da gibt es einen Gott, der irgendwie alles in seiner Hand hält… Nein! Dieser Gott hat etwas mit mir zu tun! In meine Leben hinein kann dieser Gott wirken, kann sein Wind wehen!

Vor 25 Jahren war eure Konfirmation. Damals war Pastor Renzelberg frisch in der Gemeinde. Gerne wäre er heute hier gewesen , ist aber verhindert. Er lässt ganz herzlich grüßen. Und ein was hat er mir auf den Weg gegeben. Es ist das Thema eurer Konfirmationspredigt. Ich will jetzt nicht gemein sein und fragen: Na, wer weiß es noch? — Lang, lang ist’s her. Aber er konnte sich noch erinnern. Das Thema war: Doppelpunkt! Für viele ist die Konfirmation ja eher ein Schlusspunkt. Zwei Jahre Konfa geschafft. Schluss. Aus. Punkt. Aber Pastor Renzelberg hat damals ermutigt, einen Doppelpunkt daraus zu machen. Dass es weitergeht! Und das bedeutet auch Veränderung, Bewegung. Nicht einfach aufhören und Stillstand. Es geht weiter. Doppelpunkt statt Schlusspunkt. Wie ist es bei euch weitergegangen? Im Leben? Im Glauben?

Wenn wir mal überlegen: Was ist in unserm Leben der größte Doppelpunkt, die größte Veränderung überhaupt? Dann ist das ein Ereignis, an das wir alle uns nicht erinnern können. Wohl nicht unsere Konfirmation, noch nicht einmal unsere Hochzeit. Sondern: die Geburt! Das ist doch wohl die allergrößte Veränderung, die man überhaupt erleben kann. Aus der Dunkelheit, aus der Enge, aber auch Geborgenheit des Mutterleibes hinaus in ein ganz neues Leben, in ein Licht, in die Weite, in die Freiheit, ohne Nabelschnur, in eine neue Welt…

Und genau dieses Bild der Veränderung benutzt Jesus, wenn er dem Nikodemus erklärt, wie das geht mit dem Reich Gottes, mit dem Glauben:

Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Also, das ist wie eine Geburt! Bei so einer Geburt da ist eine totale Veränderung. Und Jesus sagt: Das ist mit dem Glauben genauso. Du kannst von Neuem geboren werden. Und das meint nicht, wenn man das Stichwort “Wiedergeburt” hört,

irgendwelche Reinkarnationsfantasien aus fernöstlichen Religionen oder esoterischen Träumereien, dass man noch mal hier zur Welt kommt als Kuh oder als Regenwurm. Oder wie Franz Beckenbauer mal meinte, dass er in seinem nächsten Leben als Frau wiedergeboren wird. Ob er einfach manches noch mal ganz anders machen will?

Nein, das meint die Bibel nicht. Die Bibel sagt es ganz eindeutig und klar: Hier auf dieser Erde leben wir alle nur einmal. Und dann müssen wir sterben. Und danach stehen wir vor Gott.

Es geht also um eine ganz andere Wiedergeburt: Es geht darum, dass wir neu anfangen können, dass wir noch einmal Kind werden können: nämlich ein Kind Gottes. Das heißt glauben: Neu anfangen! Kind Gottes sein. Wie ein Kind zu vertrauen. So wie ein Kind, wenn es geboren wird, in seiner Hand geborgen zu sein in Zeit und Ewigkeit. Und so wie ein kleines Kind ganz auf seine Eltern, vor allem auf seine Mutter angewiesen ist, so sind wir, wenn wir  auch ganz auf Gott angewiesen, der unser Vater ist, ja, der zu uns auch ist wie eine liebende Mutter. Der uns tröstet und versorgt und begleitet. Das also bedeutet Veränderung, Wiedergeburt nach der Bibel: Neu geboren werden als Kind Gottes.

Und dann geht es weiter. Auch wenn man mal Ja gesagt zu Jesus, zum Glauben – zum Beispiel bei der Konfirmation – dann ist das doch nicht alles. Dann geht das doch weiter. Was wäre das für ein Kind, was geboren wird und nicht wachsen wollte?! Ein Kind wächst und entwickelt sich, verändert sich. So auch wir im Glauben. Es muss weitergehen. Man bleibt in Bewegung.

So weht auch der Wind Gottes, der Wind der Veränderung, der Wind of Change, weiter in unser Leben.

Was hat sich bei euch, bei dir verändert in den letzten 25 Jahren? Sicherlich hat sich manches Gute und Schöne entwickelt. Man hat einen Beruf erlernt, viele haben einen Ehepartner gefunden, geheiratet, Kinder bekommen, vielleicht ein Haus gebaut. Viel hat sich verändert in den 25 Jahren! Viele Träume sind in Erfüllung gegangen. – Aber es gibt sicher auch das andere: Manche Träume sind geplatzt. Da ist auch manches schief gegangen. Vielleicht etwas zerbrochen, kaputt gegangen, womöglich eine Beziehung. Oder da war ein Unfall, da war ein Schicksalsschlag, eine Krankheit… Auch solche Veränderungen gibt es. Der Wind of Change bringt nicht nur das Schöne.

Die alten Griechen haben gesagt: Panta rhei, “Alles fließt”, alles ist in Bewegung. Was bleibt? Was hält mich? Was ist beständig? Das kann doch nur der sein, der selber ewig ist: Jesus Christus.

Und so ist dieser Tag vielleicht ganz neu eine Gelegenheit, die Ewigkeit in die eigene Zeit zu holen. Ganz neu Jesus einzuladen, hinein zu bitten ins eigene Leben.

Wenn die Scorpions singen:

Die Zukunft liegt in der Luft
Ich kann sie fühlen, überall
Sie weht mit dem Wind der Veränderung…

Dann kann das auch für uns heute Morgen gelten. Die Zukunft – das ist Jesus, das ist der Geist Gottes – sie liegt in der Luft, und sie kann hineinwehen in dein Leben. Jesus sagt zu Nikodemus (V.8):

Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.

So wie der Wind eine unsichtbare, unverfügbare Kraft ist, so ist Gottes Geist auch, wenn er in unser Leben weht.

Zu einem Rabbi kam einmal einer seiner Schüler und sagte: “Zeige mir Gott, dann will ich an ihn glauben!” Ein guter Wunsch, denn das wünschen wir uns doch alle irgendwie mal: Zeige mir Gott! Gott ist oft so weit weg, so unsichtbar, so unbegreiflich… Und der Rabbi antwortete: “Zeige du mir den Wind!” Der Schüler überlegte kurz. Dann schaute er aus dem Fenster und sagte: “Hm, der Wind, ja, da draußen, du siehst ihn doch! Wie die Bäume sich wiegen, die Zweige sich bewegen! Du hörst ihn doch, wie die Blätter rauschen.” Da sagte der weise Rabbi: “Nein. Das ist nicht der Wind. Es sind die Wirkungen des Windes.” Und auf einmal begann der Schüler zu begreifen: So ist es mit Gott auch! Gott selber können wir hier auf der Erde nicht sehen. Aber seine Wirkungen, die sind zu spüren! Auch in unserm Leben. Wie er uns verändert, wie er uns Mut gibt, Dinge anzupacken, die wie ein Berg vor uns liegen. Wie er Versöhnung schenkt, dort, wo wir mit anderen Menschen im Streit leben. Wie er Türen öffnet, wo wir keinen Ausweg mehr sehen. Wie er uns Kraft schenkt, dort, wo die Arbeit uns zu erdrücken droht. Wie er uns Liebe schenkt, dort, wo die Geduld mit unseren Kindern ans Ende zu kommen droht.

Die Wirkungen von Gottes Geist – wie auch die Wirkungen des Windes – die können wir sehen, hören, spüren. In der Bibel ist das Wort für “Wind” übrigens dasselbe Wort wie “Geist”, der Geist Gottes. “Pneuma” steht da im Griechischen. Der Geist Gottes ist vergleichbar mit dem Wind, eine unsichtbare Kraft voller Energie.

Die Zukunft liegt in der Luft
Ich kann sie fühlen, überall
Sie weht mit dem Wind der Veränderung…

Ich wünsche uns Gottes Wind of Change für unser Leben.

Amen.

 

Singen wir miteinander nun ein Lied. Auf die vertraute Melodie von “Wind of Change” hat Martin Pepper einen wunderbar passenden Text gelegt:

Herr der Ewigkeit, komm in meine Zeit.
Sende mir den Wind des Lebens.
Alles um mich her verändert sich so sehr,
Herr, ich brauch den Wind des Lebens.

Schöpfer, Deine Gegenwart erfüllt mein Herz mit Liebe,
und Dein Geist, er weht in meine Welt hinein, ich bin nicht allein.
Vater, Dein Reich komme und Dein Wille soll geschehen,
wie im Himmel so auch hier in dieser Welt, wie es Dir gefällt.

An jedem neuen Tag, was auch kommen mag,
Herr, bin ich bei Dir geborgen.
Du berührst mein Herz, heilst den tiefsten Schmerz,
umwehst mich mit dem Wind des Lebens.

Der Wind des Lebens weht in jedem Land der Welt,
doch mitten unter uns geschieht, was für Dich zählt.
Drum öffne ihm Dein Herz und lass den Wind hinein.

 

 

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